Die Satzung

Satzung der „ Schützengesellschaft  1782“ 

e. V. Hildburghausen  

Vorwort 

Die "Schützengesellschaft 1782" e.V. Hildburghausen ist ein
Zusammenschluss von Bürgern, welche am Schießen interessiert sind.

Schützentum, das einst der Jagd sowie dem Schutz der Menschen
und der Gemeinschaft diente, ist heute zum Wahrer einer der ältesten
Sportarten geworden.

Unser Ziel ist es, im Sinne der olympischen Idee und im Interesse
des Gemeinwohles, allen am Schießen interessierten Bürgern eine
Heimstätte zu sein, in welcher sie sich voll entfalten und rege
am Vereinsleben beteiligen können.

Wir setzen die mit dem Namen "Schützengesellschaft 1782"
verbundene Tradition fort.

Die Schützengesellschaft lehnt alle Formen, des nicht den
Bestimmungen entsprechenden Schießens, ab.

Die "Schützengesellschaft 1782" e.V. Hildburghausen ist
ein eigenständiger, politisch und konfessionell neutraler Verein. 
 

§1 Name und Sitz des Vereins/ Geschäftsjahr  

Der Verein führt den Namen:

     "SCHÜTZENGESELLSCHAFT 1782" e.V. HILDBURGHAUSEN

Er hat seinen Sitz in Hildburghausen und ist im Vereinsregister
eingetragen.

In seiner Vereinssymbolik führt er zwei sich kreuzende Gewehre mit e
iner Zielscheibe im Mittelpunkt, sowie das Stadtwappen von Hildburghausen.

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.  

§2 Aufgaben und Ziele des Vereins 

Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Schießsports. Der Verein
verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgende Punkte verwirklicht:

- Förderung des Breiten- und Leistungssports

- Durchführung, Organisation und Teilnahme an Wettkämpfen 

- Ausbildung von Übungsleitern und Kampfrichtern, die sowohl innerhalb
als auch außerhalb des Vereins eingesetzt werden

- Förderung des Schießsports bei Kindern und Jugendlichen als
sinnvolle Freizeitgestaltung

- Durchführung bzw. Beteiligung an Volksschützenfesten

- Auf- und Ausbau von Verbindungen zu regionalen und überregionalen
Vereinen und Verbänden

- Ermöglichung des Schießens mit zugelassenen Waffen für alle am
Schießen interessierten Bürger im Sinne geltenden Rechts

- Pflege der Tradition der Schützengesellschaft  

§3 Mittelverwendung  

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie
eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für
die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten
keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person
durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 
 

§4 Mitgliedschaft 

Der Verein besteht aus Mitgliedern, Ehrenmitgliedern und
fördernden Mitgliedern.

Mitglied der "Schützengesellschaft 1782" e.V. können natürliche,
volljährige Personen werden. Jugendliche unter 18 Jahren müssen
das 12. Lebensjahr vollendet haben und bedürfen grundsätzlich der
Erlaubnis der gesetzlichen Vertreter in schriftlicher Form.

Stimmberechtigt sind die Mitglieder erst ab Volljährigkeit.

Über einen schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet die
Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit.
Zwischen den Mitgliederversammlungen entscheidet der Vorstand
über eine vorläufige Aufnahme. Bei Ablehnung des Aufnahmeantrags
ist der Verein nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe
mitzuteilen. 
 

§5 Rechte und Pflichten der Mitglieder 

Jedes Mitglied hat das Recht: 

- sich aktiv am Vereinsleben zu beteiligen

- den Schießsport auszuüben und das zur Verfügung stehende
  Vereinseigentum zu nutzen 

- einen Mitgliedsausweis zu erhalten

- in den Mitgliedsversammlungen seine Meinung zu äußern,
  Vorschläge zu unterbreiten und zu Problemen Stellung zu nehmen

- gegen Maßnahmen verantwortlicher Mitglieder bzw. gegen es
  erlassene Disziplinarmaßnahmen innerhalb von 14 Kalendertagen ab
  Zugang schriftlich beim Vorstand Beschwerde einzulegen

- Ehrenmitglieder haben im Vorstand eine beratende Stimme 

Jedes Mitglied hat die Pflicht: 

- die Satzung zu kennen und entsprechend dieser Festlegungen
  zu handeln, mit Vereinseigentum sorgsam umzugehen und dieses
  vor Beschädigungen sowie vor Verlust zu schützen

- die gültigen Rechtsvorschriften und Bestimmungen sowie die
  Regeln der ISSF und der übergeordneten Verbände, welche das Schießen,
  den Umgang mit Schussgeräten, Schusswaffen und Munition beinhalten,
  zu kennen und strikt einzuhalten

- sich im Umgang mit anderen Vereinsmitgliedern und Sportlern
  kameradschaftlich, sportlich, fair und gesellig, sowie im Umgang mit
  Menschen stets human zu verhalten

- auf Festlegung des Vorstandes, in zumutbaren Umfang, Tätigkeiten
  zu übernehmen.

Bei vorsätzlicher und grob fahrlässiger Beschädigung von Vereinseigentum,
von Eigentum eines Vereinsmitgliedes sowie von Fremden von der
Schützengesellschaft genutztem Eigentum, ist der oder die
Schadensverursacher in vollem Umfang ersatzpflichtig. 
 

§6 Erziehungsmaßnahmen 

Bei Verstößen gegen die Satzung bzw. gegen geltendes Recht sowie
gegen die sportlichen und gesellschaftlichen Grundsätze können
folgende Erziehungsmaßnahmen angewendet werden:

- befristete Schießstandsperre für den Betreffenden

- Funktionsentzug  

§7 Beendigung der Mitgliedschaft 

Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds, durch freiwilligen
Austritt, Ausschluss aus dem Verein und bei Verlust der
Geschäftsfähigkeit der natürlichen Person.

Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung mittels
eingeschriebenen Brief gegenüber einem vertretungsberechtigten
Vorstandsmitglied. Die Kündigung der Mitgliedschaft ist schriftlich
bis spätestens zum 30.09. des laufenden Kalenderjahres einzureichen.

Der Austritt ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres 31.12 möglich. 

Bei Austritt eines Mitgliedes, welches als Leistungsträger eingestuft ist,
darf dieses für die Dauer von zwei Kalenderjahren nicht für einen Verein
bei Wettkämpfen starten. Die Wettkampfsperre entfällt, wenn die
Beendigung der Mitgliedschaft im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt.

Ein Mitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit
einfacher Stimmenmehrheit aus dem Verein ausgeschlossen werden,
wenn es in grober Weise gegen die Vereinsinteressen oder Satzungsinhalte
verstoßen hat, sowie wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung
mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages bzw. sonstiger finanzieller
Verpflichtungen im Rückstand ist.

Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Fristsetzung von
seitens des Vorstandes Gelegenheit zu geben, sich hierzu zu äußern.
Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und
dem entsprechenden Mitglied durch eingeschriebenen Brief bekanntzumachen.

Gegen den Ausschließungsbeschluss  steht dem Mitglied das Recht der
Berufung zu. Die Berufung muss innerhalb von 30 Kalendertagen ab
Zugang des Ausschließungsbeschlusses  schriftlich beim Vorstand
eingelegt werden.

Bei rechtzeitiger Berufung hat der Vorstand innerhalb von drei
Monaten die Mitgliederversammlung zur Entscheidung darüber einzuberufen.
Geschieht dies nicht, gilt der Ausschließungsbeschluss als nicht erlassen.
Wird die Berufung nicht oder nicht rechtzeitig eingelegt, gilt dies
als Unterwerfung unter den Beschluss, so dass die Mitgliedschaft als
beendet gilt.

Ausgeschlossene Mitglieder sind verpflichtet, alle noch ausstehenden
Beträge in voller Höhe zu begleichen und jegliches Eigentum des
Vereins an diesen herauszugeben. 
 

§8 Mitgliedsbeiträge 

Von den Mitgliedern werden Beiträge und persönliche Leistungen
erhoben. Die Mitgliedsbeiträge sind bis zum 15.02. des jeweiligen
Kalenderjahres auf das Vereinskonto einzuzahlen.

Die Mitgliedsbeiträge werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

Persönliche Leistungen sind in Form von Arbeitseinsätzen zu erbringen.
Jedes Mitglied hat im Kalenderjahr mindestens 10 Arbeitsstunden zu
leisten. Für jede nicht erbrachte Arbeitsstunde ist ein von der
Mitgliederversammlung festzulegender Geldbetrag bis zum 31.01.
des folgenden Kalenderjahres zu entrichten. Schwerbehinderte und
erkrankte Mitglieder werden auf Antrag an den Vorstand für
leichtere Tätigkeiten eingesetzt oder befreit. 
 

§9 Organe des Vereins 

Vereinsorgane sind:
- die Mitgliederversammlung

- der Vorstand   

§10 Mitgliederversammlung 

In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied - auch ein
Ehrenmitglied - eine Stimme. Die Übertragung der Ausübung
des Stimmrechts auf andere Mitglieder ist nicht zulässig.

Die Mitgliederversammlung ist insbesondere für folgende
Angelegenheiten zuständig:

- Wahl, Abberufung und Entlastung des Vorstandes

- Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Vereinsauflösung

- Ernennung von besonders verdienstvollen Mitgliedern zu Ehrenmitgliedern

- weitere Beschlussfassungen zur Gestaltung des Vereinslebens.

Mindestens zweimal im Jahr sollen ordentliche Mitgliederversammlungen
stattfinden, von denen die erste, möglichst im 1. Quartal, als
Jahreshauptversammlung durchgeführt wird.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand mit einer Frist von
14 Kalendertagen unter Angabe der Tagesordnung durch schriftliche
Einladung einberufen.

Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens
eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich fordert. Die Ergänzung
ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind auf Antrag der
Mitglieder einzuberufen, wenn 1/3 der Vereinsmitglieder die Einberufung
schriftlich unter Angabe der Gründe verlangt, können jedoch auch
vom Vorstand einberufen werden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert.

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß
einberufen wurde.
 

Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit
gefasst und sind für alle Mitglieder verbindlich. Satzungsänderungen
und Beschlüsse über die Vereinsauflösung bedürfen einer 2/3 - Mehrheit
der anwesenden Mitglieder. Hierbei kommt es auf die abgegeben gültigen Stimmen
an. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. 
 

§11 Vorstand 

Der Vorstand besteht aus:

- 1. Schützenmeister

- 2. Schützenmeister

- 3. Schützenmeister

- Schatzmeister

- Schriftführer 

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch je drei der
genannten fünf Vorstandsmitglieder vertreten. Die Vertretungsmacht des
Vorstandes ist in der Weise beschränkt, dass er bei Rechtsgeschäften von mehr
als 5000,00 € verpflichtet ist, die Zustimmung des erweiterten Vorstandes
bzw. Der Mitgliederversammlung einzuholen. 

Der erweiterte Vorstand besteht aus:

a) dem Vorstand

b) dem technischen Leiter - Pistole

c) dem technischen Leiter - Gewehr

d) dem technischen Leiter – Schwarzpulver

e) dem technischen Leiter – Luftdruck 

§12 Aufgaben und Zuständigkeit des Vorstandes 

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie
nicht einem anderen Organ durch Satzung zugewiesen sind. Zu seinen Aufgaben
zählen insbesondere die:

- Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der
  Tagesordnung

- Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung

- Vorbereitung eines Haushaltsplanes, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes,
  Vorlage der Jahresplanung

- Beschlussfassung über Aufnahmeanträge, Ausschlüsse von Mitgliedern 

§13 Wahl des Vorstandes 

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt. Vorstandsmitglieder
können nur Mitglieder des Vereins werden. Die Mitglieder des Vorstandes
werden für einen Zeitraum von drei Jahren gewählt und bleiben bis zur Neuwahl
im Amt, ihre Wiederwahl ist möglich. Bei Beendigung der Mitgliedschaft im
Verein endet auch das Amt im Vorstand.

Der 1., 2. und der 3.Schützenmeister, sowie der Schatzmeister und Schriftführer,
werden durch die Mitgliederversammlung in geheimer Wahl gewählt. Gibt es für
die einzelnen Posten im kleinen Vorstand nur einen Vorschlag, können diese
offen gewählt werden. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden direkt im Block
gewählt. Als gewählt gilt der Kandidat, der die Mehrheit der abgegeben gültigen
Stimmen auf sich vereint.

Bei Ausfall von Vorstandsmitgliedern rücken die Nachfolgekandidaten, entsprechend
der Wahlliste, nach. 
 

§14 Vorstandssitzungen 

Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom 1., 2. oder 3. Schützenmeister
einberufen wurden. Die Vorlage einer Tagesordnung ist nicht zwingend notwendig.

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 3/5 seiner Mitglieder anwesend
sind. Der Vorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit
gelten Beschlüsse als abgelehnt. 
 

§15 Protokollierung 

Über den Verlauf der Vorstandsitzung und der Mitgliederversammlung ist ein
Protokoll zu fertigen, das von dem Versammlungsleiter und dem Schriftführer
(Protokollführer) zu unterzeichnen ist. 
 

§16 Rechnungsprüfer 

Die von der Mitgliederversammlung gewählten zwei Rechnungsprüfer überwachen
die Kassengeschäfte des Vereins. Eine Überprüfung hat mindestens einmal im
Jahr zu erfolgen. Über das Ergebnis ist in der Jahreshauptversammlung zu
berichten. Bei Neuwahlen beantragen die Rechnungsprüfer, bei ordnungsgemäßer
Führung der Kassengeschäfte, die Entlastung des Vorstandes.

Die Rechnungsprüfer dürfen nicht dem Vorstand des Vereins oder einem von ihm
eingesetzten Gremium angehören. Sie werden für einen Zeitraum von zwei Jahren
gewählt, ihre Wiederwahl ist möglich. 

§17 Haftung 

Die Schützengesellschaft haftet nicht für Schäden und Verluste am Eigentum
seiner Mitglieder und Gäste.

Die Haftung der Mitglieder wird auf das Vereinseigentum beschränkt.  

§18 Auflösung des Vereins

Bei Auflösung des
Vereins sind die Mitglieder des Vorstandes gemäß §11 dieser Satzung
gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatorinnen/Liquidatoren.

Dies gilt entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seiner bisherigen steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadtverwaltung Hildburghausen, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamts ausgeführt werden.  

 §19  Inkrafttreten

Sofern das Registergericht Teile der Satzung beanstandet, ist der Vorstand ermächtigt, diese zur Behebung abzuändern. Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 16.02.2015 beschlossen und tritt unverzüglich nach der Eintragung in das Vereinsregister und nach Zustimmung des Finanzamtes in Kraft.  

Hildburghausen, den 16.02.2016